Bedingungsloses Grundeinkommen – klappt das?

Unser System sollte den Menschen Freiheit gewähren und die lebensnotwendigen Ausgaben durch ein Grundeinkommen decken. Doch werfen zuerst einen Blick auf das Problem der Ungleichheit.


Ein sehenswerter Arte-Film zeigt, wie Ungleichheit die Gesellschaft zerfressen kann: Die Ungleichheit bringt vor allem den Reichen Vorteile – doch für die Mehrheit bedeutet sie Verarmung, den Verlust von Vertrauen und Gemeinschaftsgefühl. Die Schere klafft immer weiter auseinander, während der Mittelstand zu schwinden droht.

Lösungen, die wir dringend brauchen:

  • Erbe für Alle — Vermögen gesamtgesellschaftlich verteilen statt familiär zu vererben.
  • Lastenausgleich — Mehr Gerechtigkeit bei steuerlicher Belastung schaffen.
  • Leistung anerkennen — Wer arbeitet oder beiträgt, darf nicht übergangen werden.
  • Schluss mit dem Schutz der Reichen — Steuertricks, Schlupflöcher, Begünstigungen müssen wegfallen.

Früher war Wachstum inklusiv: Im Wirtschaftswunder hatte jeder etwas vom Aufschwung, die Reichen profitierten vielleicht sogar etwas weniger – heute zählen nur noch Dividenden.

Unternehmen mit gesellschaftlicher Verantwortung sind kein Wunschtraum: In Dänemark praktiziert man ansvarligt ejerskab – verantwortliches Eigentum. So etwas muss auch bei uns möglich sein.

Fazit: Wir stehen nur vor Vorteilen, wenn wir das Ganze ernst nehmen – doch unsere Demokratie scheint unfähig, pragmatische Lösungen zu finden.

Nun zurück zum Grundeinkommen, dass aktuell diskutiert wird. Die meisten Menschen würden hierbei trotzdem weiterarbeiten, weil dies zu einer gewissen Erfüllung verschafft. Arbeitgeber müssten sich hinsichtlich dessen automatisch mehr bemühen, und vielleicht würde unsere Gesellschaft im Zuge einer solchen Veränderung lebenswerter.

Das bedingungslose Grundeinkommen könnte man in der Schweiz gut und gerne im Aargau testen. Wissenschaftlich und künstlerisch begleitet würden dazu Fakten gesammelt, zudem beobachtet, wie sich die Region Aargau entwickelte. Dies würde zu vielen Fragen unserer Politik Aufschluss geben und politische Verhandlungsthemen weiterentwickeln. Ich selbst habe (anhand eines Buches) den Nanokapitalismus überdacht. 

Zum Grundeinkommen habe ich Diskussionen begonnen, diese möchte ich möglichst intensivieren und ins Parlament einbringen.

Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen wird die Sozialhilfe obsolet. Aktuell bietet die Ausgestaltung der Sozialhilfe wenig Anreize und schafft ungünstige Abhängigkeiten. Ich beabsichtigte hierzu eine kantonale Initiative zu starten. Wie ich Unterschriften sammelte, merkte ich, was für eine immens missbilligende Ahnungslosigkeit gegenüber Hilfesuchenden besteht, und dass Diskussionen hierzu kaum erwünscht werden.

Meine Kampagne habe ich hier genauer beschrieben. 

Fazit

Das Grundeinkommen ist eine Diskussion wert. Meiner Meinung nach führt dies zu einer Alimentierung und untergräbt das Leistungsprinzip, welches Bewegung in die Gesellschaft bringt. Und vor allem, es ändert nichts an der Ungleichheit, unseren eigentlichen Problem, was niemand wahrhaben will.