Lachen an der Tür ist gesund

Lachen an der Tür ist gesund

Wie machen wir heute Wahlkampf? Mit Plakaten, Flyern und Wahlständen. In der Fussgängerzone bin ich als Musikpartei vertreten. Es gibt keine Podiumsdiskussion. Sollte ich eine Podiumsdiskussion mit dem Stadtrat organisieren, kommt niemand. Zu Veranstaltungen eingeladen zu werden, ist Glückssache. Flyer und Plakate sind teuer in der Herstellung und Verteilung.

So bleibt mir vor allem die direkte Ansprache. Ich gehe von Haus zu Haus – doch nur wenige öffnen die Tür, und die meisten möchten keine politischen Diskussionen. Oft höre ich: „Ich bin nicht stimmberechtigt, denn ich bin Ausländer“ oder „Ich wohne gar nicht hier“.

Nur wenige Menschen sind bereit, ernsthaft über Themen zu reden. Wenn doch, dann dreht sich vieles um „links“ oder „rechts“, selten um die wirklichen Anliegen. Die politische Ausrichtung ist wichtig, das Programm ist Bewegung und Lebensfreunde. Und es fehlt an Transparenz. 

Wenn die Haustüre offen ist, steige ich bis ganz nach oben – und klingele bei jeder Wohnung. Wahlkampf darf auch Spaß machen. Darum frage ich die Leute nach ihren Wünschen, trällere ein Liedchen und verteile Autogramme.

Die Begegnungen sind herzlich: Menschen mögen es, wenn man einfach miteinander redet, lacht und Ideen spinnt – zum Beispiel, wie wir mehr Bewegung und Lebensfreude in Baden schaffen können. Zum Lied gibt es zwei Lieder, eines stelle ich hier vor

Und ja: Veranstaltungen sollen offen sein für alle. Aus Respekt vor unseren ausländischen Mitbürgern sollten Reden in Hochdeutsch sein, einer internationalen Stadt tut das gut – und ja Begrüßungen in vielen Sprachen, aber ohne das langweilige Protokoll mit Dankeshymnen 😉

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